In Sachen „bezahlter Content“

Gestern hatte ich vier verschiedene Kooperationsanfragen in meiner Mailbox. Wenn das ein Zeichen dafür ist, dass meine Blogs gelesen werden: Großartig! Gleichzeitig frage ich mich: Wenn so viele bezahlte Inhalte da draußen im Internetz sind: Was für Erwartungen an diesen Blog hat meine Leser*innenschaft wohl? Immerhin kann (muss?) ich mich mit karmajob zu den Unternehmensblogs zählen. Zeit also für eine kurze, persönliche Durchsage in Sachen „paid Content“. Für Dich, und für alle Menschen, die möglicherweise Interesse an einer Kooperation haben.

Mit dem karmajob-Blog möchte ich Dir Einblicke in meine Arbeit geben. Ich möchte Projekte und Menschen vorstellen, die mich inspirieren, und Informationen sowie Meinungen zum Thema „soziales Engagement“ weitergeben. Keiner meiner bisherigen oder für die Zukunft geplanten Beiträge ist in irgend einer Weise bezahlt. Wenn ich Interviews führe, suche ich mir in aller Regel meine Interviewpartner selbst aus. Das ist für mich wichtig, denn ich möchte glaubwürdig sein. Wenn ich also Spendenlinks in einem Beitrag unterbringe, oder begeistert von der Arbeit anderer erzähle, geschieht das immer aus einem Grund: Ich stehe zu 100% hinter dem, was diese Menschen tun. Würde ich für meine Interviews oder für die Vorstellung von Projekten Geld nehmen und es nicht für alle sofort sichtbar kenntlich machen, wäre das für mich ein Verlust meiner Glaubwürdigkeit.

Es kann in der Zukunft Ausnahmen geben. Zum Beispiel habe ich vor kurzem ein Pfund Kaffeebohnen von einem Social StartUp zugesendet bekommen. Weil mir die Ideen des StartUp gefallen, überlege ich mir, ob ich die Initiative in Zukunft hier auf dem Blog vorstelle. Dann werde ich das Geschenk, das ich erhalten habe, separat erwähnen und eventuell sogar verlosen. (Wenn Du in der Zukunft also fairen Kaffee gewinnen möchtest, solltest Du meine Blogbeiträge abonnieren ;))

Ich möchte Dir in diesem Blog das Engagement für Menschen und Umwelt näherbringen. Dabei betone ich, wie wichtig das Ehrenamt ist, welche Herausforderungen es mit sich bringt, wann es frustriert und wie es sich lohnt. Selbstverständlich will ich das auch selbst ehrenamtlich tun. 😉

Ich werde also offenlegen, wenn ich von einem meiner Beiträge in irgend einer Weise profitiere. Ein Pfund Kaffee, einen Kugelschreiber, einen Umsonst-Eintritt auf einer Messe: Du wirst es erfahren.

In Sachen Kooperation ist noch Folgendes zu ergänzen: Für einen Beitrag im Nachhinein bezahlen kannst Du mich jederzeit – wenn Dir zum Beispiel einer meiner Inhalte gefällt und Du ihn gerne in einem anderen Medium wiedergeben möchtest. Du kannst mich auch engagieren, wenn ich Dir einen Beitrag für die Website, den Blog, den Newsletter schreiben soll. Hier in meinem digitalen Zuhause allerdings poste ich nichts Bezahltes. Nur Dinge, die ich ganz ohne finanzielle Anreize unterstützenswert finde. Ich hoffe, das beantwortet manche Fragen. Und ich hoffe, Du kommst gerne her zum Lesen, weil Du mich als glaubwürdig empfindest!

Gibt es jemanden unter meinen Leser*innen mit Erfahrungen in Sachen Kooperation? Wie handhabst Du das? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

(Beitragsbild via pexels.com. Danke!)

2 Gedanken zu „In Sachen „bezahlter Content“

  1. Ich hatte erst einmal eine Anfrage. Empfinde es irgendwie als dreist, vorgeschlagen zu bekommen: Wir schreiben einen Beitrag für unseren Kunden, einen Baumarkt, Sie platzieren den Beitrag auf Ihrem Blog, bekommen Geld von uns, aber sagen nicht, dass es sich um Werbung handelt, hihi. Klingt komisch, würde nur funktionieren, wenn mein Blog eine Art Sammelstelle für Seo-optimierten, Backlinks erzeugenden PR-Content aller Art wäre. Ist er aber nicht. Nunja…

    1. Danke, Cosima! Ja, diese Art von Anfragen wundern mich auch immer wieder. Da bekommt man angeblich „professionell geschriebenen, individuellen Content“ zu einem vollkommen unpassenden Thema, und dann soll man das den eigenen Leser*innen unterjubeln, die ja den Schreibstil eigentlich kennen. Und auch die Themen. 🙂

      Was besonders witzig, aber auch besonders traurig ist: Wenn parallel Anfragen an Texternetzwerke von der gleichen Agentur kommen, die nach Autor*innen für 2 cent pro Wort suchen. Da haben wir dann den individuell geschriebenen Top-Content.

      Meine letzte Anfrage war allerdings nochmal anders. Da fragte eine Firma mich, ob ich einen Beitrag schreiben und veröffentlichen könnte, und wie viel das kosten würde. Ich glaube, so etwas machen mehr Bloggende mit als wir vermutlich denken, oder?

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